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5.1 Konzept zur Werteerziehung
5.1.1 Vorüberlegungen Eines der wichtigsten Erziehungsziele ist die Befähigung zur Lebensfreude und zur Liebesfähigkeit, setzt man diese Begriffe in ihrem weitesten Sinne ein.Die Fähigkeit und die Bereitschaft, sich in seinen Handlungen von ethischen Normen leiten zu lassen, ist um so eher zu erwarten, als diese Eigenschaften – Lebensfreude und Liebesfähigkeit - in einem Menschen verinnerlicht sind. Aus ihnen folgen automatisch alle Kompetenzen, die man mit dem Begriff „Werteerziehung“ verbindet. Ein Mensch, der wenig liebesfähig und dauerhaft unfroh ist, wird sich nur dressieren lassen und nicht mit der Leichtigkeit seine sozialen Fähigkeiten produktiv zum Vorschein kommen lassen, wie es derjenige tut, dem es seelisch und emotional gut geht. Aus diesem Grund ist die Atmosphäre in einer Schule von ganz entscheidender Bedeutung. Nur auf dem Boden einer von Akzeptanz, gegenseitigem Respekt und Vertrauen getragenen Beziehung zwischen Lehrern, Eltern und Schülern können erzieherische Ziele glaubwürdig vertreten und nachhaltig verfolgt werden, wie es auch in den Leitgedanken unseres Schulprogramms formuliert ist. Welche ethischen Werte aber sind es, die unsere Kinder dazu befähigen, den schwierigen Umständen einer medialisierten und globalisierten Welt gewachsen zu sein, in der die ehemals tragenden Traditionen keine Gültigkeit mehr zu haben scheinen?
5.1.2 Bereiche ethischer Grundprinzipien Das oberste Prinzip der Charakterbildung, unabhängig davon, welche Werte vorrangig erscheinen, ist die Stärkung der Persönlichkeit. Ich-starke Menschen besitzen eine größere Frustrationstoleranz und sind auf Grund ihres Urteilsvermögens eher bereit, sich selbst zu Gunsten einer richtigen Sache, eines anderen Menschen oder einer Gemeinschaft zurück zu nehmen. Die Ich-Stärkung ist daher eine unabdingbare Voraussetzung, ohne die eine an ethischen Normen orientierte Erziehung nicht gelingen kann. Die wichtigsten ethischen Grundprinzipien, die immer noch und/oder gerade in der heutigen Zeit von vorrangiger Bedeutung sind, lassen sich in drei Bereiche einteilen:individuelle Kompetenzen, wie Selbstdisziplin, Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit und Kreativität,soziale Kompetenzen, wie Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Zivilcourage, Kritikfähigkeit, Toleranz, Gerechtigkeitssinn, Fairness und interkulturelle Kompetenz, Kompetenzen, die vor allem im beruflichen und gesellschaftlichen Leben von Bedeutung sind , wie Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Disziplin.
5.1.3 Die Bedeutung der Schulatmosphäre für immanente Werterziehung Werteerziehung erfolgt nicht nur ausdrücklich über Lerninhalte oder Methoden, sondern wird immanent im täglichen Schulalltag im Rahmen der pädagogischen Gesamtatmosphäre einer Schule geleistet. Das Vorbild der Lehrer spielt dabei eine große Rolle, vor allem, was Tugenden im Umgang miteinander angeht, wie Achtsamkeit, Zuhörenkönnen, Respekt u.ä. Ein wertschätzender Umgang, der symmetrisch erfolgt, hat persönlichkeitsstärkende Wirkung und fördert dadurch soziale Kompetenzen. Ebenso wichtig ist eine vertrauensvolle und effektive Zusammenarbeit unter den Kollegen und zwischen Eltern und Lehrern, die Konsequenz und Orientierung für die Heranwachsenden garantiert. Werte können nicht glaubhaft transportiert werden, wenn bei den an der Erziehung Beteiligten Widersprüche in den Erziehungsvorstellungen und in der Bereitschaft zu konsequentem Handeln bestehen. Ein Teil des pädagogischen Handelns besteht aus der Anwendung von Ordnungsmaßnahmen. Die Konsequenz und die Art, wie diese vorgegebenen Ordnungsmaßnahmen umgesetzt werden, hat entscheidenden Einfluss auf die Werteerziehung. Bei Klassenkonferenzen auf Grund von Fehlverhalten ist für uns eine pädagogische Nachsorge wichtig, die an die Einsicht des Kindes appellieret und Empathiefähigkeit vermitteln soll. Hier hat sich vor allem die enge Zusammenarbeit mit der Familienberatungsstelle (wöchentliche Sprechstunden in der Schule) und der Polizei im Rahmen des Projekts „Porz gegen Gewalt“ bewährt. Die Polizei steht beispielsweise bei Gewaltkonflikten moderierend zur Verfügung und organisiert gegebenenfalls Konfrontationen der „Täter“ mit den Opfern und Gespräche zwischen Täter- und Opfereltern.
5.1.4 Handlungsorientierte Werteerziehung In unserem Schulprogramm sind zahlreiche Aspekte einer handlungsorientierten Werteerziehung inzwischen institutionell verankert: lndividuelle Kompetenzen (Selbstdisziplin, Leistungsbereitschaft, Selbst-ständigkeit) und Kompetenzen der Berufswelt und des gesellschaftlichen Lebens (Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Disziplin) werden vor allem in folgenden Bereichen gefördert:
Cambridge und DELF –Qualifizierung Berufswahlvorbereitung mit Berufserkundungswoche und Kontakten zu Berufspraktikern, Praktika etc. Selbstbehauptungstraining Coolness-TrainingSoziale Kompetenzen (Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Zivilcourage, Kritikfähigkeit, Toleranz, interkulturelle Kompetenz) werden gestärkt in den Bereichen „Lernen durch Engagement“ Patensystem (Schüler geben einander Nachhilfe) „Mut gegen Gewalt in Porz“ Ausbildung zum Fahrzeugbegleiter Streitschlichtersystem Patenkind in der 3. Welt Sponsorenlauf
Zusammenarbeit mit dem deutsch-türkischen Verein Wahrnehmung außerschulischer Lernorte: Umwelterziehung Zooschule, Freiluga, Gut Leidenhausen Kritischer Umgang mit der Vergangenheit: ELDE-Haus, Haus der Geschichte, Besuch von Gedenkstätten (Buchenwald), Besuch der Bundeshauptstadt Kulturelle Kompetenz: Museumsbesuche, Opern- und Theaterbesuche, Musikabend der Fünftklässler Leseerziehung: Bücherei Kreative Abschlussfeiern
5.1.5 Akzentuierung in den schuleigenen Lehrplänen Inhaltlich orientierte Werteerziehung im Unterricht findet vor allem in Fächern wie Religionslehre/praktische Philosophie, in den sprachlich-literarischen, den gesellschaftlich-historischen, den musischen Fächern und im Sportunterricht (Fairness, Teamfähigkeit, Disziplin) statt. In den Naturwissenschaften ist insbesondere die Umwelterziehung ein ganz wesentlicher Faktor. Die Akzentuierung innerhalb unserer schuleigenen Lehrpläne zielt darauf ab, die hohe Bedeutung, die wir der Demokratieerziehung beimessen, umzusetzen: Die demokratischen Errungenschaften in all ihren Facetten ( Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Menschenwürde, Menschenrechte, Bürgerrechte, Friedens-bemühungen) kennen zu lernen, sie zu würdigen und zu bewahren, - aus dieser Zielsetzung leiten sich alle anderen individuellen und sozialen Kompetenzen innerhalb der inhaltlichen Wertevermittlung ab. Zum Schluss sollte noch einmal auf einen wichtigen Aspekt hingewiesen werden: Im Zuge der immer schwieriger werdenden Arbeitsmarktsituation für unsere Schüler gewinnen die formalen Werte (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Disziplin) einen immer höheren Stellenwert. Es besteht die Gefahr, dass im Gegenzug Werte wie Kritikfähigkeit, selbstständiges Denken und Zivilcourage leicht aus den Augen verloren werden könnten. Diese Werte aber stehen im engen Zusammenhang mit unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und bedürfen daher – gerade auch im Hinblick auf die gesellschaftlichen Aufgaben der Zukunft - einer ganz besonderen erzieherischen Beachtung.
5.2 Beratung
Kontinuierliche Beratung der Schülerinnen und Schüler und ihrer Eltern ist eine wesentliche Voraussetzung für den Schulerfolg. Neben den wöchentlichen Sprechstunden aller Lehrer, den beiden Elternsprechtagen im Schuljahr, der ausführlichen Beratung durch die Klassenlehrerinnen und -lehrer während und am Ende der Erprobungsstufe und der Tätigkeit der jährlich von den Schülern gewählten Vertrauenslehrern gibt es weitere feste Bestandteile unseres Beratungskonzepts:
5.2.1 Schullaufbahnberatung In jedem Jahr findet Ende November/Anfang Dezember der „Tag der offenen Tür“ in der Schule statt. Hier ist Gelegenheit für Kinder der zukünftigen fünften Klassen und deren Eltern, Einblick in den Unterricht und die verschiedenen Schwerpunkte der Schule zu nehmen. Im Januar findet zusätzlich ein Informationsabend für die Eltern statt. Hier erhalten sie Informationen zum Konzept der Schule und zur Schullaufbahn. Im April/Mai findet sowohl eine individuelle Beratung für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 durch die Fachlehrerinnen und -lehrer als auch eine Informationsveranstaltung für die Erziehungsberechtigten im Hinblick auf die Wahl des Neigungsschwerpunktes statt. Zu Beginn eines jeden Schuljahres werden Eltern und Schüler der Klassen 10 über die zentralen Prüfungen informiert.
5.2.2 Präventive Maßnahmen im Hinblick auf Verhaltens- und Lernproblemen Die Beratungslehrerinnen unterstützen und ergänzen die Beratungsarbeit aller Lehrer: Auffällige Schülerinnen und Schüler können zur freiwilligen Einzelfallberatung an eine der beiden Beratungslehrerinnen überwiesen werden.
Darüber hinaus werden in den einzelnen Klassenstufen verschiedene Programme angeboten:
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In den Klassen 5 und 6 wird auf Wunsch des Klassenlehrers in Zusammenarbeit mit Mitarbeitern der Familienberatungsstelle Kalk ein Sozialtraining durchgeführt (siehe Kap. 5.2.5)
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In der Jahrgangsstufe 9 werden Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer freiwilligen AG zu Streitschlichtern ausgebildet (siehe Kap. 5.2.4).
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Die Erfolge der Streitschlichtung sollen durch ein Sozialtrainingsprogramm für die 5. Klassen unterstützt werden. Ausgearbeitete Vorschläge für entsprechende Unterrichtseinheiten stehen dem Kollegium zur Verfügung.
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Paten aus den 9. Klassen helfen dabei, den Wechsel der Schüler von der Grundschule zur Realschule so konfliktarm wie möglich zu gestalten (siehe Kap. 5.2.3).
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Für die Mädchen der 8. Klassen wird eine AG „Selbstbehauptung für Mädchen“ angeboten (siehe Kap. 3.5).
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5.2.3 Kontakte zu außerschulischen Einrichtungen bei Verhaltens- und Lernproblemen Stellt sich nach Beratungsgesprächen mit der Beratungslehrerin heraus, dass Hilfe von außerschulischen Fachkräften erforderlich ist, so vermittelt die Beratungslehrerin den Kontakt zu externen Einrichtungen wie Jugendamt, schulpsychologischem Dienst, Familienberatungsstellen usw. Den Kolleginnen und Kollegen steht eine Handakte mit entsprechenden Adressen zur Verfügung, die nach Inanspruchnahme durch Aktennotizen zum Erfahrungsaustausch ergänzt und aktualisiert wird.
5.3 Förderung der Sozialkompetenz
Die Ablehnung jeglicher Gewalt ist für uns ein vorrangiges Erziehungsziel. Guter Unterricht und ein harmonisches Schulleben können nur in einem Klima stattfinden, in dem Konflikte friedlich und konstruktiv ausgetragen werden. Das Konzept unserer Schule sieht die unterrichtliche Behandlung dieser Thematik ebenso vor wie die praktische Erziehung zur selbstständigen Konfliktlösung.
5.3.1 Klassenlehrerprinzip Kontinuität in der Erziehung und eine feste Bezugsperson, zu der die Schülerinnen und Schüler Vertrauen aufbauen können, sind gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig. Deshalb bleibt die Klassenleitung in der Regel bis zur 10.Klasse in der Hand desselben Lehrers. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen, er koordiniert die Informationen über die Schülerinnen und Schüler , organisiert den Erfahrungsaustausch mit den Fachkolleginnen und – kollegen und initiiert Maßnahmen für Einzelne oder die ganze Klasse. Der Klassenlehrer / die Klassenlehrerin kennt nach einiger Zeit Wesen und Lebensumstände der Schülerinnen und Schüler, kann sie einschätzen und über die Entwicklungsjahre begleiten. Regelmäßige Teaminformationen der Fachlehrer einer Klasse über Leistungen sowie Arbeits- und Sozialverhalten sollen dabei helfen, frühzeitig Lerndefizite und Auffälligkeiten aufzudecken, um rechtzeitig Fördermaßnahmen einleiten zu können.
5.3.2 Regeln Ein friedliches Zusammenleben erfordert gegenseitige Achtung und Rücksichtnahme. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 erarbeiten ihre „Klassenregeln“ für den Umgang miteinander, so dass eine möglichst störungsfreie Lernatmosphäre entstehen kann. Sie legen gleichzeitig auch fest, was geschieht, wenn jemand die gemeinsam beschlossenen Regeln nicht einhält. Darüber hinaus haben wir eine eigene Schulordnung, in der festgelegt ist, an welche Regeln wir uns alle halten, damit der Schulalltag möglichst harmonisch verläuft.
5.3.3 Paten Die neuen Klassen 5 bekommen Paten aus den zehnten Klassen zur Seite gestellt. Jeweils drei bis vier interessierte Jugendliche aus einer Klasse 10 sind Ansprechpartner für die neuen Schülerinnen und Schüler. Die Paten helfen bei der Orientierung in der neuen Schulesind Ansprechpartner bei Fragen und Problemenkönnen an Elternabenden und Wandertagen „ihrer“ Klasse teilnehmenkönnen Spiele-Nachmittage organisieren.
5.3.4 Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler Wir haben uns die Entwicklung einer neuen „Konfliktkultur“ zu einer zentralen Aufgabe gemacht. Konflikte selbst lösen zu können ist Teil der von den Schülerinnen und Schülern zu erwerbenden Selbst- und Sozialkompetenz. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welche Methoden und Verfahren gibt es, um mit Konflikten gewaltpräventiv und vermittelnd umzugehen? Das Hinzuziehen eines unabhängigen Dritten (Mediator) spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Streitschlichterausbildung dient der Schaffung eines zuverlässigen Stamms von älteren Schülerinnen und Schülern, die Streitigkeiten ohne Lehrereingriff schlichten sollen. Dies baut Hemmschwellen für Jüngere ab und stärkt gleichzeitig das Selbstbewusstsein der in der Schlichtung tätigen älteren Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft werden die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Klasse 9 zu Streitschlichtern ausgebildet. Zwei Kolleginnen leiten die Streitschlichtergruppen mit großem Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler lernen, was der Prozess des Mediationsverfahrens bewirken kann, wie er sich konkret vollzieht und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Hierbei ist der Grundgedanke der Mediation: Nicht die Konflikte sind das eigentliche Problem, sondern die Art und Weise, wie mit ihnen umgegangen wird. Ihre Aufgabe als Streitschlichter üben die Schülerinnen und Schüler und Schüler dann zum Ende der neunten Klasse und in der Jahrgangsstufe 10 aus.
5.3.5 Sozialtraining in den Jahrgangsstufen 5 oder 6 In insgesamt 13 Doppelstunden wird für einen Zeitraum von etwa drei Monaten ein Sozialtraining mit den Schülerinnen und Schülern einer Klasse mit ihrer Klassenlehrerin oder ihrem Klassenlehrer durchgeführt. Neben dem Erlernen von Konfliktbewältigungsstrategien erhalten die Schülerinnen und Schüler auch Hilfen im Umgang mit schwierigen Unterrichtssituationen und dem Erlernen von Techniken der Stressbewältigung. Von dieser erfolgreichen Arbeit ausgehend wurde in Absprache mit dem Leiter der Familienberatungsstelle die Kooperation ausgebaut, so dass an unserer Schule ein breites Netzwerkangebot für die Angehörigen der Schulgemeinde besteht:
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Seit dem Schuljahr 2005/06 bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine feste Sprechstunde an, die sowohl Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer als auch Eltern nutzen können.
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Bei Bedarf findet in Abstimmung mit den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern auch ein Sozialttraining mit den Klassen 7 bis 10 in Form von Doppelstunden statt.
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In Absprache mit den Fachkolleginnen und -kollegen wurden weitere unterrichtliche Einsatzmöglichkeiten entwickelt wie beispielsweise ein videogestütztes Verhaltenstraining in simulierten Bewerbungssituationen
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Im Schuljahr 2007/08 wurde durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Lehrerfortbildung zum Umgang mit gewaltbereiten Schülerinnen und Schülern durchgeführt (Kölner Lehrer Training – KÖLT), an der Kolleginnen und Kollegen der Max-Planck-Realschule teilnahmen. Aus dieser Fortbildung entstand eine bis heute laufende Supervisionsgruppe.
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Da sich die bisherige Zusammenarbeit für unsere Schule als sehr erfolgreich erwiesen hat, haben wir vor, weitere Einsatzmöglichkeiten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auszuarbeiten.
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5.3.6 KVB-Fahrzeugbegleiter-Training In Zusammenarbeit mit der KVB werden seit mehreren Jahren Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen zu Fahrzeugbegleitern ausgebildet. Ihre Aufgabe besteht darin, altersgleiche Mitschüler zu einem angemessenen Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln anzuhalten. Neben dem praktischen Nutzen für die KVB, Rückgang der Beschädigungen, profitieren vor allem die Schülerinnen und Schüler von den sozialen Kompetenzen, die sie während der intensiven Ausbildung erwerben.
5.3.7 Projekt „Helfen macht Schule“ In Zusammenarbeit mit In Via, einem Unterverband der Caritas, werden Schülerinnen und Schüler der 8.Klassen zu Helfern für die Nachmittagsbetreuung in der benachbarten Grundschule ausgebildet und eingesetzt. Sie tragen somit zur besseren Betreuung der Grundschulkinder bei und erleben in ihrer Tätigkeit eine wertvolle Bestätigung ihres Einsatzes. Dies führt zu einer Festigung der Persönlichkeit und einer Steigerung des Selbstvertrauens.
5.4 Kulturelle Aktivitäten
Neben der Vermittlung von Faktenwissen im Unterricht kann die Schule ihrem Bildungsauftrag nur gerecht werden, wenn sie die Schülerinnen und Schüler mit örtlichen Einrichtungen von Kultur und Wissenschaft vertraut macht. Ein verbindlicher Kanon von Unterrichtsgängen im Laufe der Realschulzeit soll sie zur Teilnahme am geistig-kulturellen Leben ihrer Umgebung befähigen. Dazu gehören auch alle innerschulischen Angebote im musisch-künstlerischen Bereich. Sofern es die Schulsituation zulässt, wird den Schülerinnen und Schüler im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften die Möglichkeit gegeben, verschiedene Musikinstrumente zu erlernen und/oder bei Schulaufführungen mitzuwirken. Solche Schulveranstaltungen stärken die Verantwortungsbereitschaft und das Gemeinschaftsgefühl aller.
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Klasse 5: Keyboardunterricht- Besuch der Philharmonie Klasse 6: Besuch Beethoven Haus **) |
Theaterbesuch o.ä. |
Römisch-Germanisches Museum mit Museumsschule und/oder Römerpark in Xanten |
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Besuch des Stadtmuseums mit Führung |
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Museum Ludwig und Museumsschule |
Teilnhame an den konzertvorbereitenden Veranstaltungen der Philharmonie *) **) |
Theaterbesuch |
Klasse 9: Synagoge und EL-DE Haus mit Führung Klasse 10: Haus der Geschichte |
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* ) Nach der Teilnahme an den konzertvorbereitenden Veranstaltungen der Philharmonie wird den Schülerinnen und Schüler der entsprechende Konzertbesuch angeboten. **) Zusätzlich wird den Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern einmal im Jahr der Besuch des Musicals „Starlight Express“ in Bochum angeboten.
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5.5 Konzept zur Berufswahlorientierung
Ein Konzept zur Berufswahlorientierung besteht seit vielen Jahren und wird ständig erweitert und aktualisiert. Es beginnt in Jahrgangsstufe 8 und erstreckt sich bis zum Ende der Stufe 10. In diesen drei Jahren arbeiten Lehrkräfte der Schule eng zusammen mit dem Berufsberater des Arbeitsamtes und verschiedenen Ansprechpartnern aus Wirtschaft und Schule, um den Schülerinnen und Schüler breit angelegte Informationen und Kompetenzen in den Bereichen Bewerbung und Berufswahl zu vermitteln. Betriebsbesichtigungen, Praktika und die Einrichtung einer „Berufserkundungswoche“ runden die Angebote ab, indem sie Kontakte zu außerschulischen Partnern herstellen.
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Klasse 8 / 1. Halbjahr Treffen der Klassenlehrer, Politik-, Deutsch-, Sowilehrer (Sept.) - Terminliche Vorausschau - Absprachen bzgl. der einzelnen Schritte BWO - Sichtung des Materials
Klasse 8 / 2. Halbjahr Besuch des Metallmobils Suche eines Praktikumsplatzes Im Fach Deutsch: - Berichte, Protokoll - evtl. Besuch des Kölner Stadtanzeigers Im Fach Politik: Bedeutung von Arbeit, Rollenerwartungen evtl. "Mach`s richtig" (Basisqualifikationen)
Klasse 9 / 1. Halbjahr Treffen der Klassenlehrer, Deutsch-, Politik-, Sowilehrer (Sept.) - Absprachen - Auswahl aktueller Angebote zum Thema Bewerbungen Absprachen in Fachkonferenzen Deutsch u. Mathe bzgl. Bewerbungstraining (Okt./Nov.) Durchführung eines 3-wöchigen Betriebspraktikums Terminabsprachen mit Berufsberater Einführung in "Berufswahlorientierung durch Berufsberater" im Berufsinformationszentrum (BIZ) Im Fach Deutsch: - Texte aus der Arbeitswelt Im Fach Politik: - Vor- und Nachbereitung des Praktikums (Mappe, Verhalten,...) Im Fach Sowi: - Mitbestimmung, Konflikte im Betrieb, Arbeitslosigkeit
Klasse 9 / 2. Halbjahr Berufserkundungswoche: - Bewerbungstraining, Benimmtraining, Handwerkermarkt, Vorstellung von Berufen Betriebsbesichtigung z.B. Bayer Einzelberatung durch Berufsberater (Sprechstunde i.d. Schule) Tage der Berufsfindung, z.B. Bayer, Ford Im Fach Deutsch: - Bewerbungsschreiben als Thema der letzten Arbeit Im Fach Politik: - Betriebsbesichtigungen vor- u. nachbereiten
Klasse 10 / 1. Halbjahr Training von Vorstellungsgesprächen (evtl. Videoaufzeichnungen) Info zu weiterführenden Schulen (BIZ-Besuch) Im Fach Sowi: - Sozialversicherungssystem Monatliche Sprechstunde des Berufsberaters in der Schule
Klasse 10 / 2. Halbjahr Hilfestellung für "Unversorgte"
Klasse 9 / 10 Computerkurs: Textverarbeitung mit Word Tabellenkalkulation mit Excel Internet-Führerschein
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