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STRAßENKINDER-PROJEKT DER KLASSE 6C |
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WIR WACHSEN GEMEINSAM AUF
Eine 6. Klasse engagiert sich für Straßenkinder in Kolumbien
<Creciendo Unidos – Wir wachsen gemeinsam auf>, das gilt sowohl für die 31 Kinder der Klasse 6 c der Porzer Max-Planck-Realschule als auch für die Straßenkinder, welche tausende Kilometer entfernt in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá in einem Bildungshaus mit diesem Namen Zuflucht und Ausbildung finden.
Für die Menschenrechtsarbeit in diesem Haus sammelte die Porzer Schulklasse Spenden auf eine außergewöhnliche Art. Am 20. November 2009, dem 20. Jahrestag der UN Kinderrechtskonvention, nahmen die Schüler und Schülerinnen teil an der bundesweiten Aktion <Sichtwechsel – Straßenkind für einen Tag>, die vom Kinderhilfswerk <terre des hommes> ins Leben gerufen wurde. Für einige Stunden verrichteten sie typische Straßenkindertätigkeiten in der Fußgängerzone von Porz-Mitte. Sie musizierten, putzten Schuhe, boten eine Info-Zeitung sowie Streichhölzer, Papiertaschentücher, Äpfel, selbstgebackene Kekse und eigene Weihnachtskarten in ihren Bauchläden an.
Fächerübergreifend hatten sie sich auf dieses auch von ihren Eltern unterstützte Projekt vorbereitet. Wie spricht man einen eiligen Passanten an und informiert ihn richtig in wenigen Worten? Bei dieser Aktion wuchsen Mut, Selbstsicherheit und der Zusammenhalt der Klasse. Auch unfreundliche Reaktionen mussten ertragen werden. Valentin meinte dazu: „Ich habe von einer Untersuchung gehört. Man hat herausgefunden, dass frohe Menschen mehr spenden als Leute, die selber große Probleme haben.“ Die Klasse 6 c muss an diesem sonnigen Novembertag besonders viele glückliche Menschen getroffen haben. Die Spendensumme übertraf all ihre Erwartungen: Sagenhafte 502,03 € hatten die Kinder in ihren Spendendosen gesammelt. Und nach einer vielseitigen Präsentation ihres Projektes am <Tag der offenen Tür> an ihrer Schule konnten sie sogar eine Spendensumme von 710,-€ für die Straßenkinderhilfe in Kolumbien an <terre des hommes> überweisen.
Ein besonderes Aktionserlebnis werden die <Schuhputzer> Bünyamin und Furkan auf keinen Fall vergessen: Während sie das Leder polierten, erzählte ihnen ein Iraner, dass er als kleiner Junge in den Sommerferien selbst Schuhe auf den Straßen von Teheran geputzt hatte, um seine Familie zu unterstützen. Damals tagelang harte Arbeit – auf der Porzer Bahnhofstraße nur ein mit Freude verbundener <Sichtwechsel>, neue Erfahrungen für Sechstklässler und mitmenschliche Hilfe für Straßenkinder in Bogotá. M. von der Lohe, Klassenlehrerin der 6 c
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